Mit Fahrrad und Brille nach Paris

Shownotes

Themen in dieser Folge

Wer war Ida Gerhardi? Vom Hagener Elternhaus über Detmold nach München und Paris Warum Frauen um 1900 keine Künstlerinnen sein „durften" – Akademie, Aktzeichnen, Rollenbilder Fahrrad fahren und Brille tragen als „unsittlich": die stille Rebellion einer pragmatischen Frau München, Damenakademie, Tina Blau – und der Frust, der sie nach Paris trieb Paris um 1890: Bohème, Café-Kultur, Bal Bullier und das Tanzlokal-Lebensgefühl Über 20 Jahre Paris: Netzwerkerin zwischen den Szenen, mit Käthe Kollwitz in den Spelunken Selbstporträts mit Brille: „hässlich" als Statement – die junge vs. die alte Ida Feministin oder nicht? Selbstbestimmung statt Barrikade – die Debatte im Studio Krankheit, Rückkehr nach Lüdenscheid und eine Karriere, die zu früh endete Unser Wunsch zum 100. Todestag 2027: ein Stück Paris in der Bergstadt

Orte & Bezugspunkte

Lüdenscheid (Haus der Familie nahe der Erlöserkirche, Städtische Galerie) Hagen (Geburtsort, Osthaus Museum) und Detmold (Kindheit, Familiengrab) München (Damenakademie) · Paris (Académie Colarossi, Bal Bullier, Montparnasse)

Daten & Fakten (zum Nachschlagen)

    1. August 1862 in Hagen, † 29. Juni 1927 in Lüdenscheid – 2027 = 100. Todestag Eltern: Dr. August Gerhardi (1831–1869) & Mathilde, geb. Dieckmann (1840–1917); Bruder Dr. Karl-August (1864–1944, Sanitätsrat in Lüdenscheid), Schwester Lilli (1869–1933) 1890 München, Damenakademie des Künstlerinnenvereins, u. a. bei Tina Blau – 1891 nach Paris an die Académie Colarossi Bal-Bullier-Tanzbilder v. a. 1903–1905, teils gemeinsam mit Käthe Kollwitz; Künstlerkreis um das Café du Dôme am Montparnasse („Malweiber von Paris") 1912 schwer erkrankt (Lungen- und Rippenfellentzündung), 1913 Rückkehr ins Haus ihres Bruders nach Lüdenscheid Lokalbezug: Bildnis „Frau Emilie Turck im Garten" (1902) – Reidemeister-Familie Turck Berühmtes Zitat (Brief an Osthaus, 1909): „Westfalen hat eine große Frau, Annette Droste, hervorgebracht, nun will ich die zweite sein." Werke u. a. in: Städtische Galerie Lüdenscheid, LWL-Museum Münster, Osthaus Museum Hagen, Museum Folkwang Essen, Kunstpalast Düsseldorf Im Studio gesucht und hier nachgereicht: die Malerinnen-Kollegin hieß Maria Slavona

🔗 Links & Referenzen

Ida Gerhardi – Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Ida_Gerhardi LWL-Dossier „Kunstwelten: Ida Gerhardi": https://kunstory.lwl.org/de/kunstwelten-ida-gerhardi/ Werke im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Münster): https://sammlung-online.lwl-museum-kunst-kultur.de/kuenstler-details/gerhardi-ida Städtische Galerie Lüdenscheid – Sammlung: https://www.luedenscheid.de/freizeit-und-kultur/kultur/museen-der-stadt-luedenscheid/staedtische-galerie/sammlung Ida Gerhardi Förderpreis: https://ida-gerhardi-preis.de/ Ida Gerhardi Schule Lüdenscheid: https://www.ida-gerhardi-schule.de/ Osthaus Museum Hagen: https://www.osthausmuseum.de/ Biografie bei FemBio: https://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/ida-gerhardi/ Audio-Tipp: WDR ZeitZeichen „Geburtstag der Malerin Ida Gerhardi" (02.08.2017), in der ARD-Audiothek

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Folgt „mærk:mal", um nichts Bemerkenswertes aus Lüdenscheid und dem Märkischen Kreis zu verpassen.

Transkript anzeigen

00:00:07: Hallo, hallo!

00:00:08: Hallo Philipp.

00:00:09: Herzlich Willkommen.

00:00:10: Imso.

00:00:11: Zum Merkmal.

00:00:12: In dem Podcast?

00:00:14: Auf Silberte Lünnscheid und den Merkischen Kreis?

00:00:17: Ja über Paris München und

00:00:20: Berlin

00:00:22: London.

00:00:23: Warum nicht Wien?

00:00:24: Das

00:00:24: weiß ich auch noch nicht.

00:00:25: Warum die Wien kamen nicht vor.

00:00:27: Also worum geht's?

00:00:29: Die Ida Gahadin ist jetzt seit neun neunzig Jahren tot

00:00:38: Genau.

00:00:38: Trotzdem reden

00:00:39: wir über sie?

00:00:40: Ja, genau!

00:00:41: Wir müssen über Sie reden und wollen über Sie sprechen.

00:00:44: Ida Superstar.

00:00:45: Ider Suchte Superstar?

00:00:47: Nur Ida-Superstar gesagt.

00:00:48: Ide Superstar... Aber wir haben letztes Jahr gefunden den Ida Suchte superstar.

00:00:53: Letztes Jahr ja aber es ist eine andere Ida, die gleiche Namensgeberin.

00:00:57: Ist der gleiche

00:00:58: Ida?

00:00:59: Jaa, aber die Schule ist nicht die Person.

00:01:02: das wollte ich sagen.

00:01:04: Okay, da ist's richtig.

00:01:06: Wir überlegen uns immer so schöner Einstieg und danach funktionier einfach nie.

00:01:09: Ja, aber es ist auch nicht wichtig!

00:01:11: Also Ida Gehadi ist von neun neunzig Jahren gestorben.

00:01:16: Wer ist denn Ida?

00:01:18: Wer ist der Nieder?

00:01:21: Der ist Ida... Was kann man über den Menschen alles sagen?

00:01:27: Ida ist in erster Linie uns als Künstlerin bekannt, als Malerin oder nicht?

00:01:35: Als Malerin, als Namensgeberin für die Schule und unsere Kinder.

00:01:40: Für viele wahrscheinlich der Erste

00:01:42: Die Ida Gerhardi Grundschule, richtig.

00:01:45: Jetzt im fünften Jahr demnächst?

00:01:48: Ist doch schon das Hümpfte!

00:01:51: Ja ist schon das Fünftel und das Rechte Zeit vergeht so schnell.

00:01:56: Also ida der Gerhardie eine berühmte deutsche Künstlerin

00:02:02: Der ja auch notwendig kann man zu sagen

00:02:04: ist berühmt richtig Bekannt

00:02:08: Aber können wir noch diskutieren?

00:02:10: vielleicht zu wenig bekannt Vielleicht nicht berühnt genug

00:02:15: Und was hat sie mit Dünnchen zu tun?

00:02:17: Oder Märkisch und Kreis.

00:02:19: Das ist schon wieder eigentlich eine eigene Folge, also erst mal kurz zur Einordnung.

00:02:23: in der Gehardie, Zweiter August, achthundertsechzeig in Hagen geboren.

00:02:28: Ist auch ein merkischer Kreis, sollte ich

00:02:29: mal gehört haben.

00:02:29: Ja so!

00:02:32: So wie Atemdorn.

00:02:33: Genau,

00:02:34: wir erweitern uns immer

00:02:36: ein bisschen.

00:02:37: Tochter von Dr.

00:02:39: August Gehardi und Mutter Mathilde Und zwei Geschwister, auch Nenkaal August und Lily.

00:02:50: Ida, genau in Hagen geboren, ich glaube an der Vater früh verstorben, dann ist sie nach Detmold mit der Familie, hat in Detmolt gewohnt und wollte unbedingt was nicht möglich war zu deiner einmaligen Zeit malerin werden.

00:03:05: Kunst war ihr Thema!

00:03:06: Warum war das nicht möglich?

00:03:09: Ich glaube... Jetzt kann man weit ausholen oder kurz einfach sagen, dass die männlich dominierte Gesellschaft zur Jahrhundertwende oder davor auch überhaupt kein Interesse oder überhaupt keinen Rollenverständnis hatte außer das eine Frau im Haushalt die Aufgaben erfüllt Kinder bekommt und für wahrscheinlich Essen-und Fürsorge sorgt.

00:03:29: Und ansonsten nichts macht.

00:03:30: Also Künstler werden war möglich wenn du Mann warst aber nicht für sie als Frau.

00:03:34: Genau studieren in den meisten Sachen also

00:03:39: Theologie teilweise möglich?

00:03:41: Ja, es gab die höheren Töchterschulen.

00:03:44: Aber es hat nichts mit der Universität in dem Sinne zu tun, wo man das freien Geistes folgend sich entfalten konnte.

00:03:50: Universalbildung.

00:03:53: Das wusste

00:03:54: ich auch nicht!

00:03:55: Daher kommt der Namen Universität.

00:03:57: Studium Generale ist als Einstieg um sich zu orientieren.

00:04:00: Daraus abwandeln... Das macht

00:04:02: heute keiner mehr.

00:04:03: Bei uns gab's das noch im ersten Semester Studium Generale.

00:04:08: Aber das ist auch, finde ich.

00:04:10: Also ... Das ist schon in den meisten Unis eher so ein Steckenpferd was man traditionell noch mitzieht aber dass alle machen und sich da umgucken und orientieren.

00:04:20: Ich glaube wir sind seit dem neunzigern so leistungsorientiert, dass spätestens mit den zweitausender Bachelor Master Umstellung dieses ganze Systemen

00:04:28: hat.

00:04:29: Ich bin doch so ein Diplomkind!

00:04:32: Ja

00:04:33: und hier hört man wieder den Altersunterschied bei

00:04:35: uns.

00:04:37: Da ist tatsächlich eine Generation dazwischen.

00:04:40: Ich habe auch noch Werdienst geleistet, also Zivildienst.

00:04:42: Wer Ersatzdienst?

00:04:44: Na ja ich wäre jetzt Bundeswehr gegangen aber ich wurde aussortiert.

00:04:49: Nein sieht man hier den Leistungsunterschied.

00:04:53: Nein!

00:04:56: Wie kommen wir wieder zurück von da zu Ida?

00:04:58: Männer können machen was sie wollen Frauen konnten das nicht oder können es vielleicht immer noch nicht immer.

00:05:02: Aber früher war es wesentlich schwieriger und deswegen durfte ida Nicht die Kunstakademie was sie eigentlich unbedingt wollte Und ihr kleiner Bruder ...durfte dann nach München Medizin studieren.

00:05:13: Und dann ist sie hinterhergegangen?

00:05:15: Sie ist mit ihrer besten Freundin aus Detmold damals, ähm... Dann ein Jahr später nach Münchens.

00:05:21: Sie durfte dann hatte die Erlaubnis, die Mutter konnte es scheinbar auch finanzieren, äh... Durfte dann dort an die Kunsthochschule zu Tina Blau.

00:05:31: Die Damen akkend mit Akademie richtig?

00:05:34: Ja genau das also genau.

00:05:35: Ja, Darmakademie der Künstler!

00:05:39: Genau, und der Darmakademie Kunstverein hieß es glaube ich.

00:05:46: Künstlerinnen?

00:05:47: Künstlerin-Verein so genau!

00:05:48: Aber das war quasi eine Organisation an der Uni.

00:05:50: die haben aber an der Kunsthochschule dort studieren können, aber waren dessen doch dann auch recht schnell überdrüstig.

00:06:00: Sie heißen Ida Gerhardien... Da waren ein paar andere Bekannte.

00:06:05: Also die mit ihr dabei war, war die...

00:06:08: Die bekannteste wahrscheinlich Kete Kolwitz?

00:06:11: Nee, Kete kolwitz war schon vorher in München.

00:06:12: Die haben sich da kennengelernt zusammen gestartet ist sie.

00:06:17: ich glaube sie ist eigentlich mit ihrer... Ach ja, ich komme gleich wieder auf den Namen.

00:06:26: Nachname mit M-Molvina.

00:06:30: Molvina?

00:06:31: Molvino meine ich.

00:06:32: Ja Ich finde gerade meine Notizen nicht.

00:06:35: Was mich

00:06:35: auch bekannt, auch neben Kitekäuwitz und Iderghadi in München war die Maria Solvana.

00:06:43: Marina Solvano?

00:06:44: Die meinte ich!

00:06:46: Das ist der Nachname aber nicht mit M.

00:06:48: Vorname.

00:06:49: Also vorne

00:06:50: oder hinten?

00:06:52: Genau.

00:06:52: Mit der war sie zu gleichen Zeit da und die haben beide sich dann da im Künstlerinnenverein zusammengetan.

00:06:59: wie gesagt also heute würde man so formulieren.

00:07:03: München hat so ein bisschen... ein Stock im und deswegen ist es dazu anstrengend.

00:07:09: Und sie durften ganz viele Dinge nicht, obwohl sie da waren.

00:07:12: Jetzt haben wir auch wieder einen Lünscher-Bezug was die ja nicht durften dass man hier konnte hätte tun können.

00:07:23: In der Kunstakademie dachte ich an die Aktzeichnungen die dort nicht erlaubt waren für Frauen und all solche Sachen.

00:07:28: nein das ist viel schlimmer und viel banaler.

00:07:30: man durfte und es war ungern gesehen.

00:07:32: wie hat das vorhin daraus gesucht?

00:07:36: Der Anblick war schrecklich.

00:07:38: Oder der Anblick ... Erschütternd?

00:07:42: Ja, Frauen die Fahrrad fahren.

00:07:45: Ich weiß nicht genau was daran erschütternt war, weil ich glaube technisch werden sie es genauso gut gemacht haben wie Männer.

00:07:51: Nee tatsächlich ist das so ein Rock-Thema.

00:07:57: Der Rock hat wahrscheinlich schon Fahrradfahren sehr schwierig gemacht.

00:08:02: Auch da ne?

00:08:02: Die konnten noch keine Jeanshose anziehen.

00:08:05: Und ähm...

00:08:07: Wahrscheinlich.

00:08:11: Also, die konnte nicht Ladylike da drauf sitzen?

00:08:14: Vielleicht deswegen.

00:08:15: Aber ich glaube insgesamt war es auch wie gesagt nie, die einfach nur den Frauen das alles... Ich erinnere mich so ein bisschen an dieses Autofahrverbot in Saudi-Arabien wo Frauen kein Auto fahren dürfen.

00:08:28: Nicht auf Diggert Fahrradfahren!

00:08:30: Ja aber ist ja lächer.

00:08:31: also es ist ja aber verrückt ja genau.

00:08:33: Aber Fahrrad fahren kann sich nachvollziehen.

00:08:38: Die Argumentation mir irgendwie denken, so hey rock gefährlich.

00:08:42: Speichen kann sich richtig drauf sitzen.

00:08:45: Was ich nicht verstehe überhaupt nicht versteh dass sie keine Seehilfen keine Brillen tragen durften.

00:08:51: Ja was heißt die durften?

00:08:54: Dass es unsittlig war das zu tun.

00:08:56: Vor allen Dingen ist zwar vermännlichen also Männer drogen Brillen.

00:08:59: Brillen macht ein Frauen hässlich.

00:09:02: ja Während der Mann mit Brille intellektuell und gebildet wirkte, wirkte die Frau hässlich und unansehentlich.

00:09:09: Und damit nicht mehr Feminin.

00:09:11: Vielleicht lag das daran wenn die eine Brille trug sah sie wie die Männer aus so.

00:09:15: Das wollten wir verhindern.

00:09:16: Wir haben gar keinen Fall.

00:09:18: da hast du mich scharf sehen.

00:09:21: Ja das kann natürlich auch sein.

00:09:23: ja aber man muss sich das ja vorstellen.

00:09:25: es war ja auch in einer Zeit wo auch ganz ganz grob gesagt Die Outfits und die Gesellschaft ja viel, viel steifer waren noch als wir uns das heute überhaupt vorstellen können.

00:09:39: Also nicht im Anzug raus zu gehen während heute Leute in der Jogginghose in die Schule gehen oder im Basketball-Trikot einkaufen gehen, lebten wir da in einer Zeit wo das unbekleidete Bein oder der Hut und das Monoclen nicht unterwegs dabei war, also es war unvorstellbar!

00:09:59: war es wahrscheinlich einem Obdachlosen gleich.

00:10:03: Status und Formalismus zählte da noch ein bisschen mehr als heute?

00:10:06: Ja, ja ganz massiv.

00:10:08: und auch der Umgang miteinander – ich glaube gerade nochmal in Mord wie München – zusätzlich mit Sicherheit erschwerend.

00:10:19: Und die Hörigkeit, das waren ja auch Zitate von Ida, dass sie meinte Professor wird hier nur wer dem Kaiser dient.

00:10:30: Also es ist nicht das, was man sich vielleicht als junger Mensch auch erhofft.

00:10:33: Die Freigeistigkeit... Die intellektuelle

00:10:35: Freiheit gab's gar nicht!

00:10:36: Genau die künstlerischen Zusammenhänge, die Philosophie Alters war zwar da bei einem sehr steifen männlichen Kostüm gefangen, was Frauen eigentlich gar nicht den Raum bot, sich zu entfalten.

00:10:49: Das hat sie im München festgestellt?

00:10:52: Sie durfte keine Aktzeichnungen machen?

00:10:54: Genau.

00:10:54: Und dann entschlossen, da reicht hier ich geh mal woanders hin Man

00:10:57: muss ja zusagen, sogar keine Aktzeichnung soweit ich das gelesen habe.

00:11:00: Selbst von einem Foto also ein nackten Mann zu malen war einfach nicht erlaubt.

00:11:05: Aber ich glaube auch haben die hinter den nackte Männer gemalt?

00:11:10: In Paris durften sie alles.

00:11:12: Ich kann mich an keinem Bild erinnern wo ein nacker Mann von denen drauf ist.

00:11:16: Nackte Frauen.

00:11:17: Gut dass es ja vielleicht dann noch die zweite Frage überhaupt man die dann auch so veröffentlicht hat oder ob die übrig geblieben sind.

00:11:24: Also ich weiß, dass es möglich war.

00:11:26: Ob sie's getan haben, weiß ich nicht.

00:11:27: Ich kann mich

00:11:28: aber auch generell nicht an Bilder aus der Zeit erinnern... Vielleicht hab' ich auch nur keine Ahnung können?

00:11:36: Nein!

00:11:37: Aber ich glaube das ist wahrscheinlich auch der Zeitgeschuldet und vielleicht auch der Ästhetik wegen schwieriger als Damen.

00:11:46: In der Artikel

00:11:47: gab's ja halt überall nackte Männer.

00:11:48: Das war kein Thema.

00:11:49: Da

00:11:49: stimmt.

00:11:50: Die waren noch fitter.

00:11:54: Ich meine du kannst die ja auch... Könntest du nicht auch Bauchmuskeln anzeichnen?

00:11:59: Vielleicht bei einer Jahrhundertwende ist es noch nicht so kreativ.

00:12:02: Keine KI!

00:12:03: Ach nee, nächste Folge.

00:12:04: Lass uns die nächste Folge... Ähm ja aber Paris so.

00:12:08: Ida fährt Fahrrad, trägt eine Brille, findet diese ganzen Restriktionen alle total nervig und will raus.

00:12:17: Kommt nach Paris.

00:12:18: Ausgerechnet Paris

00:12:19: kommt nach Paris

00:12:21: Jahrhundertwende.

00:12:21: Noch nicht ganz, aber kurz davor.

00:12:27: Paris und äh...

00:12:28: Letzgrachen.

00:12:30: Ja, ich glaube das muss einfach faszinierend gewesen sein.

00:12:34: Großstadt ist immer egal zu welcher Jahrhundert oder in welchem Jahrhundert wahrscheinlich immer interessant.

00:12:39: aber Paris zu der Zeit, man muss sich ja vorstellen da war französisch Weltsprache.

00:12:47: Also ähm...

00:12:48: Ist es noch immer?

00:12:49: Nicht noch immer.

00:12:50: eine Franzosenfrage sollst du wahrscheinlich an den Wort herbekommen?

00:12:52: Ne, es gab keine Abstimmung

00:12:54: Wie

00:12:55: Es gab von Welchen Konsortium auch immer von allen Beteiligten.

00:12:59: mal eine Abstimmung kurz nach der Jahrhundertwende, glaube ich.

00:13:03: Zu Weltsprache.

00:13:06: und da ist zu der damalige Zeit auch geschuldet Deutschland ganz knapp hinter der englischen Sprache geblieben oder Deutschland gegen die Franzosen verloren weil nicht mehr ich glaube gegen.

00:13:17: Es ging

00:13:17: um die dominante Weltsprache in der Akademie.

00:13:19: Das war das, dass das ist quasi Die die leiten leidgebende Maßgabe und da hat Deutschland ganz knapp wohl verloren.

00:13:27: Sonst wäre es deutsche weil die akademiker waren ja zu derzeit extrem hoch hier angesehen Und weltweit bekannt.

00:13:35: aber wir kommen ab paris.

00:13:39: Wir haben ein nachtleben eine Ja geradezu wahrscheinlich explodierende Gesellschaft, nicht nur ökonomisch auch kulturell.

00:13:50: Und da ... also Bulbolea das ist das Tanzhaus was man von den Bildern von Ida vielleicht schon mal irgendwo gesehen hat.

00:13:59: Das Moulin Rouge muss auch in der Zeit

00:14:02: quasi

00:14:03: gestartet haben.

00:14:04: Genau, dass Bulbollea war aber eigentlich wohl das

00:14:08: Bessere?

00:14:08: Ja größer ein bisschen so wie ich es verstanden habe ein bisschen vulgarer Und nicht als reiner Showakt, sondern die Bilder, die ich gesehen habe und das was ich gelesen habe ist wie so eine Art Manege.

00:14:20: In denen man an den Seiten sitzen konnte und in der Mitte wild getanzt hat... ...und dann gab es auch mal in der Menge Auftritte also auch diese klassischen Auftritten, die man aus dem Moulin Rouge entteilen kannte oder anderen bohlesken Shows zu der Zeit aber die sind ja auch in den Studenten Cafés und Bistros unterwegs gewesen.

00:14:36: Also wirklich, ich sag mal, so wie wie jeder Student oder Studentin in seine Zeiten zurückdenkt, wo man durch die Straßen gezogen ist und in die Kneipe und ins Café.

00:14:46: Und das muss in Paris noch mal eine ganz andere Schnittstelle gewesen sein, weil die Leute natürlich jetzt rückblickend alles Menschen waren, die im Musik- oder Kunstbereich teilweise dann hinterher bewegende Sachen geschafft haben so wie ihr da auch, also Bilder, die prägen und einen eigenen wichtigen Stil entwickelt haben.

00:15:07: Sie war ja sehr lange da!

00:15:08: Über

00:15:09: zwanzig Jahre, über zwei Jahrzehnte war sie da.

00:15:11: Das heißt in der Zeit ging und kam natürlich auch im Nachhinein echt viele berühmte Personen die so in ihrem Umfeld rumgeschwitzt sind.

00:15:19: Kete Kollwitz ist ja dann gefolgt?

00:15:21: Mit Kete Collwitz, als ich das gelesen habe, hatte sie ein oder zwei intensive Jahre.

00:15:27: Kette Kollwiz hat viel gemalt in dem Bereich das Leid zu zeigen, also das Leids der Gesellschaft Bürgerlichkeit in verschiedenen Bilder zu zeigen.

00:15:38: Und mit der ist sie dann in die Kneipen und Spelungen abgetaucht, um quasi die dunkle Seite des Bolesken Paris zu

00:15:47: entdecken.".

00:15:48: Aber da scheint ja die Ida Gerhardi diejenige zu sein, die die anderen da reingefiltert hat?

00:15:51: Weil sie war es erst oder ... Sie war da!

00:15:53: Die scheint die Konstante gewesen zu sein bei allen anderen Mädels...

00:15:57: Ich glaube jeder, die so wie ich verstehe war vor allen Dingen sehr gut darin zu vernetzen Netzwerke aufzubauen und die Leute zusammenzubringen oder zumindest mit dabei zu sein.

00:16:08: Und nach meinem Verständnis ist jemand der trotz einer vielleicht reservierteren Haltung also keine ausufernte total verrückte Person aber trotzdem sehr interessiert gegenüber neuen und andersartigen und eigentlich irgendwo jemand der die Restrektion und das zu enge Korsett, insbesondere als Frau aber auch generell gesellschaftlich eigentlich sprengen wollte.

00:16:35: Umgehen wollte und die Ränder das Interessante entdecken wollte dabei aber nicht so... nicht so abgedriftet ist, wie es ja wirklich dem einen oder anderen Künstler oder Künstlerin mal passiert ist.

00:16:47: Also sie scheint ja auch in die zwanzig Jahre Paris auszuhalten.

00:16:51: Manche schaffen ja nur eine Großstadt zweiter Jahre... Manche

00:16:53: würden solange gar nicht überleben.

00:16:55: Genau!

00:16:55: So vieles war auch ein großes Thema.

00:16:57: derzeit hat auch den einen oder Anderen im bekannten Kreis von Ida Gahadi dahingerafft später.

00:17:03: Insofern...

00:17:04: Ich meine das war so ne ganze Gang, so n bisschen Nietzschefreie Liebe?

00:17:09: Ja, sehr Nietzsch beeinflusst alle, das stimmt genau.

00:17:12: Und diese freie Liebe, die die Unabhängigkeit, die Selbstentdeckung hat natürlich auch seine.

00:17:20: Sie ist aber irgendwie dann doch vernünftig durchgekommen so bürgerlich im

00:17:24: Maßstab?

00:17:25: Weil viele von ihren Freundinnen gleichzeitig vom gleichen Typen ein Kind bekommen haben...

00:17:31: Ja sowas kann passieren!

00:17:33: Gerade in Paris gerade zur Jahrhundertwende.

00:17:37: Wenn man es gibt ein paar Fotos von ihr aus der Zeit sieht sie einfach cool aus.

00:17:43: Sie machten saukohlen eindruck und wenn ich diese Fotos sehe, dann wundere ich mich immer dass das öffentliche Bild eigentlich von ihr dieses sehr ältere Selbstporträt ist wo sie mit der kleinen runden Brille eher streng mit den Haaren zu.

00:17:59: So es wirkt alt und streng während... Kecke, junge Ida sieht die da irgendwie in Paris sich verwirklichen will.

00:18:10: Ein ganz anderes Bild was sie zeichnet.

00:18:13: Aber das ist ja glaube ich.

00:18:14: also diese Selbstporträt sind immer so eine Art Selbstdarstellung wie du dich gerade selbst portraitieren willst.

00:18:20: Die Brille als Männlichkeitssymbol Zeichen der Rebellion Das Hochzugeknöpfte wird dann irgendwie wieder doch Establishment.

00:18:31: Ja ich glaub Sie wollte ja nicht vulgär oder ultra progressiv sein, sondern sie wollte einfach nur sagen oder vermitteln.

00:18:40: Ich möchte gerne machen was ich will.

00:18:41: das heißt nicht dass ich komplett crazy bin, sondern ich mag bloß diese Restriktionen nicht.

00:18:48: Aber dann hat sie also wie sich selbst dargestellt hat?

00:18:53: War nicht so progressiv, ich mache was ich willst, Das scheint der Ehrengepasta zu sein.

00:18:59: Na ja, man muss es hier in die Zeit einordnen!

00:19:00: Also diese Selbstporträts mit der Brille sind natürlich für die Zeit schon erheblich gewesen weil sie sich ja selbst quasi hässlich zeigt als Frau.

00:19:10: Ja

00:19:10: also ihre Freundin da machen die Selbstporträt

00:19:16: als Akt-Porträts?

00:19:18: Natürlich klar... Es gibt ja immer ein Level von, wie soll ich sagen, Eskalationen die du fahren kannst.

00:19:24: Ich glaube für sie im Verhältnis dessen wo sie her kam und was sie für wichtig und richtig achtet ist es quasi die die dezente stille Revolution mit der Brille auf Fahrrad fahrend ihre Freiheit zu genießen Und nicht so sehr zu sagen was Künstler oft als Weg der Aufmerksamkeit und Revolution Wählen.

00:19:45: Also es hatten wir ja auch in den in den achten Sechzigern, ich höre neulich noch bei Kusama in Köln die das ja auch gemacht hat, die dann in ihrer New Yorker Zeit Gruppenpaintings nacktgemacht hat.

00:19:56: damit machst du Aufmerksamkeit natürlich.

00:19:59: Auch Ida war in Paris um sich einen Namen zu machen.

00:20:01: sie wollte nach Berlin.

00:20:02: schrieb sie an ihrem Bruder mal Sie wollte das nutzen um ihre Reputation aufzubauen.

00:20:07: Ich

00:20:08: glaube da hat sich verkalkuliert wenn Du's aus Reputationssicht siehst.

00:20:11: Die anderen die extremer gefahren sind sind damit besser durchgekommen.

00:20:15: Ich

00:20:15: denke, dass es wirklich ein Bruch für sie war.

00:20:19: Dass sie vermutlich diese spezielle Lungenkrankheit bekommen hatte.

00:20:28: Gibt's irgendwie zwei Ideen, was das gewesen sein könnte oder wahrscheinlich wahr und wo es herkam?

00:20:35: Hat ihr wahrscheinlich auch einen Strich durch die Rechnung gemacht.

00:20:37: Aber

00:20:39: die hatte da schon fünfzehn Jahre Paris unterm Buckeln!

00:20:41: ... auf dem Buckel.

00:20:42: Zwanzig, dann als ihr zurückgekommen ist.

00:20:44: Ja gut, es ist ein bisschen früher krank geworden.

00:20:46: ja okay.

00:20:48: Ja wobei seit Ninzehundertvier meinte ich wäre der Brief gewesen an ihren Bruder in dem sie sagte dass die das als dass sich hier nah machen kann und ist vielleicht auch den Zeit und der Umweltsung geschuldet.

00:21:02: Guck mal wann ist sie wieder gekommen?

00:21:04: Sie ist glaube ich nach Lüdenscheid wieder

00:21:06: gekommen zwölf

00:21:08: oder dreizehn kurz bevor er erste Weltkrieg ausbrach.

00:21:13: So und dann hast du erstmal das ist ja auch in anderen Dokumenten war vier Jahre Stillstand in allem.

00:21:18: Fahrradklub zum Beispiel?

00:21:19: Ja, Fahrrad klub genau richtig!

00:21:23: Radfahrerverein Hochstraße... Auch da war nichts logischerweise Und dann bist du wieder in einem ganz anderen Gefüge.

00:21:31: wer weiß wie die Welt dann, und da war sie dann ja schon ordentlich krank.

00:21:36: Das heißt die hatte vielleicht doch gar nicht mehr die Chance ihre Berliner Zeit zu nutzen, weil wenn du die so lange Reputationen aufgebaut hast und Bilder gemalt hast und gut vernetzt bist.

00:21:44: Ihr habt ja sehr gute Kontakte, die aber in Lühenscheid zwar angekommen sind dann aber eher nach Hagen gewandert sind... ...weils da Anknüpfungspunkte gab, aber bekannten Kunsthändler war sehr gut vernätzt in Paris wie auch Berlin mit den Künstlern dort.

00:22:00: Ich glaube der hätte noch viel daraus erwachsen können.

00:22:02: bloß wenn deine Gesundheit dich an dein Zuhause bindet und du in der Nähe deiner Familie sein willst weil es dir nicht gut geht Ähm, dann hast du nicht die Möglichkeiten in die Welt zu gehen und dieses Tripprett zu nutzen.

00:22:14: Aber

00:22:14: trotzdem glaube ich doch an der Zeit waren noch die... ...Kolwitz schon lange wieder in Berlin unerfolgreich?

00:22:21: Äh

00:22:23: Kolwitz

00:22:24: war nie

00:22:24: in Paris um Karl Lagerfeld zu zitieren.

00:22:29: Nein, äh die kennen wir hier nicht in Paris.

00:22:30: nein aber ähm Kolwiz die ähm war in München, war lang in München und ist von da aus eigentlich direkt nach Berlin mit kleinem Umweg.

00:22:40: Und ich glaube, sie kam aus Königsberg und ist über Königsbergen dann zurück wieder nach Berlin.

00:22:47: Hat dort ihre Liebe gefunden, geheiratet... ...und hat aus Berlin gewerkt!

00:22:51: Und war da nur in Paris zu besuchen und hatten natürlich auch Kontakt.

00:22:58: Man muss hier ja immer denken und vor Augen führen dass der Kontakt früher ein ganz anderer war.

00:23:02: Also während wir heute hier sitzen und sagen, ach warte mal kurz, ich rufe den mal eben an.

00:23:05: Der sitzt gerade in Los Angeles beim Kaffee

00:23:08: Musste im Brief schreiben, vier Wochen warten.

00:23:10: Genau und dann muss auch erst mal ankommen und dann musst du auch alles drin stehen was du wissen wolltest und sich zu treffen war auch nicht mal eben kommen.

00:23:16: ich fliege morgen dahin die Geschwindigkeiten waren auch anders und ich glaube sie waren also.

00:23:23: in meiner Wahrnehmung ist Ida Gehadi eine Frau die ja quasi feministisch war.

00:23:31: im Sinne der Agenda ist doch eigentlich nicht wichtig.

00:23:36: Es geht doch eigentlich darum, wer wir als Mensch sind und was wir machen wollen.

00:23:40: Genau die innere Freiheit und unsere Entfaltung das Recht auf Entfaltung vielleicht ein bisschen Grund gesetzt so die eigene Würde ist es entscheidend und nicht Wer bin ich?

00:23:48: Und was darf ich?

00:23:51: Das aber nie unter dem Aspekt Ich bin total revolutionär und antikulturell oder gegen alles mögliche.

00:23:57: In vielen Köpfen auch in meinen oft irgendwie zusammen gehört Wenn du dich schockst hast zu sein sei doch so.

00:24:03: Aber Ich glaube, das sind zwei verschiedene Sachen.

00:24:08: Ich möchte

00:24:08: das machen was ich machen möchte und ich kämpfe für andere.

00:24:12: Ja und es ist ja eine ganz große philosophische Frage eigentlich.

00:24:16: Das ist so ein bisschen Rudi Dutschke der Weg durch die Institution.

00:24:19: also versuche ich das von innen irgendwie anzupassen.

00:24:22: oder bin ich gegen Kultur?

00:24:23: Bin ich total radikal anders?

00:24:27: Wille ich die Konfrontation auch um die Aufmerksamkeit damit zu nehmen?

00:24:31: Bin nicht Joseph Boyce, Andy Warhol komplett anders sein wollen und damit auch auffallen wollen.

00:24:41: Ja, aber das ist die große frage veränder ich dinge von außen indem ich anders bin oder veränder Ich Dinge in dem ich teil werde und es von innen ändere?

00:24:50: Veränder ich nur Sachen für mich

00:24:52: klar?

00:24:52: und das ist dann nochmal kollektiv oder individual Sicht natürlich und ich glaube jeder war jemand der Das viel mehr darum geht wer sie ist als kulturelle.

00:25:04: Ich will nicht die Welt verändern, sondern ich möchte in dieser Welt sein.

00:25:10: Und ich glaube das ist eine ganz andere Frage als...

00:25:13: Das darf man auch nicht vergessen.

00:25:14: wenn du das nicht seien kannst weil du halt so Einschränkungen hast was du machen darf und was nicht.

00:25:19: Wahrscheinlich schon starker Trieb

00:25:22: Ja auf jeden Fall und ich glaube es gehört auch extrem viel Mut dazu etwas zu machen was Du als Frau nicht machen durftest und dass konsequent also ... angefangen von, dass sie Künstlerin werden will.

00:25:33: Jetzt muss man sich ja auch überlegen also die Mutter... ... Witferin drei Kinder der mittlere Medizinstudium und dann will die... ... achtundzwanzigjährige oder siebenzwanzigerige Tochter sagt ich werde es kunst studieren.

00:25:47: Das ist eine Achtzehnhundert achten Achtzig Und okay verrückt.

00:25:58: Und das in der Zeit spannen und dann hast du eine doch da die dann auch sagt so ja, weil ich lass mir.

00:26:03: Also ich fahre gerne Fahrrad.

00:26:04: Ich war natürlich verratet dass wir das nicht wegnehmen und und dann auch noch die sagten naja Natürlich trage ich die Brille was ist wird sich nur nicht aufs sehen.

00:26:13: gerade wenn ich fahren fahrer

00:26:15: Das macht sogar sehr

00:26:17: sehr sind aber sind.

00:26:18: es ist pragmatisch.

00:26:20: also sie macht diese Dinge nicht um aufzufallen Sie macht diese dinge nicht um um die Welt zu verändern, sondern sie macht diese Dinge weil Sie aus Ihrem Inneren heraus völlig sinnvoll und plausibel sind nach meiner außen stehenden Betrachtung oder Verständnis von dem was ich über Sie gelesen habe.

00:26:35: Und das finde ich macht es ja eigentlich zu einer sehr coolen Character also.

00:26:39: Aber heute wirkt sie ja so ein bisschen klar als Künstlerin aber irgendwie auch so als feministische Ikone.

00:26:48: Was wahrscheinlich sie gar nicht war?

00:26:51: Ja für mich schon.

00:26:54: Also aber das ist eine

00:26:56: Diskussion, die wir auch zum Weltfrauentag haben.

00:26:58: Ja genau und es ist ja die große Frage der Identifikationsfläche, die man bietet manchmal auch der Verklärung, die mit sich bringt.

00:27:07: Und was man unter Feminismus versteht?

00:27:09: Ist ja auch ne Generationsfrage.

00:27:10: also ne zwanzigjährige versteht unter Umständen des Thema Feminismus heute ganz anders als ne sechzig oder achtzigjährige.

00:27:17: Das hat natürlich etwas mit eigenen Erfahrungen und eigenen Ideen zu tun und auch der welt in der wir leben.

00:27:24: Da muss man sich immer vorstellen, dass war eine Frau wo Gesetze und Regeln gesellschaftlich so strikt waren, dass sie von vielen Dingen ausgeschlossen waren.

00:27:36: Sie durften gar nicht partizipieren, sie waren gar nicht Teil der aktiven Gesellschaft.

00:27:42: Heute würde man das irgendwie sagen als einen niedrigen Stand zu verbleiben.

00:27:48: Also ganz zweiter Klasse, Menschen zweiter klasse im weitesten Sinne.

00:27:51: Und daraus hat die sich eigentlich raus gezogen, aber nicht gesagt.

00:27:56: Ich muss jetzt hier waschieren und ich will jetzt irgendwie neue Gesetze fahren.

00:28:04: Genau!

00:28:05: Aber es ist eher so eine stille Revolution, ne?

00:28:08: Nicht im Sinne von...ich rufe die Presse an und mache jetzt hier Welle und ich mach die und die Dinge und ich male nackte Frauen und ich bin jetzt wild sondern er einfach nur.

00:28:17: Natürlich ist es doch logisch, dass ich auch Fahrrad fahren darf.

00:28:20: Und deswegen fahre ich Fahrrad und trage eine Brille damit ich sehen kann.

00:28:24: Wenn das jemand hässlich findet... Es ist ein kultureller Fehlzweig der Geschichte, der entstanden ist hat aber nichts mit mir zu tun.

00:28:31: Also meine Interpretation von dem was ich bisher über sie gelesen.

00:28:36: Schon eine spannende Frau!

00:28:38: Tatsächlich glaube ich aber ist sie als Künstlerin bisschen unterbewertet?

00:28:42: Absolut, das glaube ich auch.

00:28:44: Da taucht sie irgendwie nicht so richtig auf in der Wahrnehmung.

00:28:52: Definitiv zu wenig und ich finde, wenn sie auftaucht auch ist es wie oft viele Sachen ja viel zu... Es gibt schöne Bilder von ihr und dann hat sich da ein Selbstporträt von sich wo sie alt ist und ein zwei andere und also viele Bilder in einer städtischen Galerie.

00:29:10: aber dieses Momentum zwanzig Jahre in Paris zu leben.

00:29:16: In diesen wilden Zeiten der Jahrhundertwende, wo so viel passiert ist und was dieses Bulbolea bedeutete überhaupt als Ort?

00:29:23: Was da passiert?

00:29:23: Sie hat die Bilder nicht gemalt!

00:29:25: Sie hat sich nicht in dieser Situation gemalt.

00:29:27: Sie wollte das offensichtlich nicht als ihr Vermögen ist.

00:29:29: Nee, wenn selbst Porträts... ich glaube auch dass das Selbstporträt auch früher viel viel Anspruchsvoller war.

00:29:37: Ja, aber das war ja etwas als ein Porträt zu malen.

00:29:39: Das haben wir Leute gemacht.

00:29:41: Man kann jetzt nicht sagen dass Ida Gahadi im Geldregen lebte sondern eigentlich eher wie viele Künstler oftmals von leeren Poponni zu leeren poponni gelaufen ist.

00:29:50: Ich habe ein

00:29:50: schönes Zitat von ihr.

00:29:51: Ich krieg natürlich nicht wieder hin Aber selbst Porträts für andere im Auftrag zu malern ist wie Prostitution.

00:30:00: Okay Das ist kein Zitat, oder?

00:30:04: Sein

00:30:04: gemäßes

00:30:05: Zitat.

00:30:05: Kein

00:30:06: Wirkliche.

00:30:07: Ich

00:30:08: hätte das auch auf Französisch gesagt.

00:30:09: Ja genau, ganz auf Franzöisch.

00:30:14: Schon mal Pel-Ida.

00:30:17: Aber das Problem ist glaube ich dass man immer geguckt hat wo wie Geld herkommt damit man dieses Leben irgendwie leben kann und seine Kunst folgen kann.

00:30:28: Es war aber nie so ein... Wie soll ich sagen ein ikonischer Weg, den sie da beschritten hat.

00:30:37: Und die Momente sind ja immer rückblickend interessant.

00:30:40: Ich glaube zu der Zeit genauso wie wir als wir jungen waren werden nicht gedacht haben oh mein Gott das ist alles gerade so spannend sondern man rauscht da irgendwie so durch und die Dinge passieren und zwanzig Jahre später schaut man sich vor und denkt

00:30:53: Oh Gott!

00:30:55: Ja oder eben auch mein Gott du erzählst die Geschichte was wo wie passiert ist Und dann ist einfach, boah das war so eine krasse Party oder wie wir früher unterwegs waren und ich glaube was es bei jeder wahrscheinlich auch so gewesen.

00:31:05: In dem Moment wollte sie gerade wo sie mit Kate Colbitts unterwegs war diese Momente ist das das Momentum in diesen Orten der Vibe würde man heute sagen der Vipe an diesen Orte einfangen.

00:31:18: also diese Tanzhausbilder sind ja wirklich die Farben sind ja quasi in Bewegung keine photogenlichen, photorealistischen Bilder.

00:31:27: Sondern es ist sehr impressionistisch und dieser frühe Impressionismus auch aus auf femininer Sicht aber in so einem nicht erlaubten Ort oder nicht öffnen Ort.

00:31:37: Da warst du doch hier

00:31:38: nicht gerne gesehen worden?

00:31:39: Genau genau!

00:31:41: Und ich glaube das macht's eigentlich total spannend und ist eigentlich ein ganz frühes starkes Statement für ja Unabhängigkeit.

00:31:49: unabhängig von dem Thema kämpfe ich für oder gegen was.

00:31:53: Sollte es eine Ausstellung zum Hundertjährigen geben, würde ich mir wünschen... ...dass man auch von diesen Fotos da reinbringen würde.

00:32:00: Auf jeden Fall!

00:32:01: Ich will die junge Ida kennenlernen?

00:32:03: Wir

00:32:04: sind ein paar Jahre zu spät.

00:32:09: Was du sagst ist richtig.

00:32:10: Also ich würde mich auch wünscht.. Es soll ja zum hundertjährigen die eine oder andere Sache geben.

00:32:17: In Hagen wird was sein.

00:32:18: Gibt's

00:32:19: was?

00:32:19: Das weißt du mir schon?

00:32:20: Genau und es soll auch... Also es gibt wohl auch... In

00:32:22: Lüntheit wurde das diskutiert

00:32:23: zumindest?

00:32:23: Genau, es gibt einen Austausch.

00:32:24: der Stadt findet da, dass man was zusammen macht.

00:32:26: Das ist ja auch logisch, also es sind Hagen geboren und in Lüdenscheid gestorben.

00:32:29: Also gibt's da einen Brückenschlag den man nutzen könnte?

00:32:33: Macht Paris was?

00:32:35: Weißt du mal welchen?

00:32:36: Oh das wär stark!

00:32:37: Also Berlin macht dies ja was?

00:32:40: Ähm äh Kette Kolwitz... Haus glaube ich.

00:32:43: Haus genau, ja.

00:32:44: Das ist auch Anlass bezogen zu Recht.

00:32:47: Vielleicht sollten wir mit der Gruppe aus Lügenscheide zum Kette Colwitz nach Berlin fahren.

00:32:52: Das wär doch was.

00:32:54: Oh ich hätte da die richtige Tour-Reisebegleitung Also nicht Reisebleitung, eine Reiseführerin.

00:33:00: Ja tatsächlich!

00:33:01: Das wäre gut, ja gute Idee.

00:33:03: Die ist sogar in der Nähe geboren.

00:33:06: Danke fürs Vorbereiten übrigens hier für's recherchieren.

00:33:09: Liebe Grüße.

00:33:11: Ähm...ja das wär doch ne tolle Idee.

00:33:18: Das sollten wir organisieren.

00:33:20: Find ich gut, müssen uns merken.

00:33:22: Dann müssen wir auch noch Paris?

00:33:25: Aber nicht nach München.

00:33:27: Da wollen sie ja auch weg.

00:33:28: Genau finde ich, finde ich gut.

00:33:30: Also vielleicht müsste man mal Kontakt nach Paris bekommen?

00:33:33: Wer hat einen guten Kontakt nach Paris?

00:33:35: Es gibt noch überall Lühenscheider.

00:33:37: Kennt jemand Lühentscheider in Paris bitte melden oder... ...Lühensscheiderin natürlich.

00:33:41: Kennen wir welche!

00:33:41: Du kennst ja welche, guck mal.

00:33:42: Hab euch gar nicht aufgeführt.

00:33:43: Selbe

00:33:44: Person.

00:33:46: Die Linie ist oft ein Kreis.

00:33:51: Ist gut dass es nicht das Stadtmotto ist.

00:33:54: Aber jetzt müssen wir wahrscheinlich über die Nachnamengeharni reden.

00:33:59: Bedarf eigentlich einer eigenen Folge, die wir irgendwann nochmal machen.

00:34:01: Kriegen wir

00:34:02: das immer von zwei Minuten kurz versucht zusammengeführt?

00:34:04: Ja

00:34:04: also ich mache einen Versuch und du darfst reingrätschen wo du willst.

00:34:07: Also

00:34:08: dann fangt nein

00:34:10: Es gibt einen ersten Gehadi Petrus Petrus Gehadie aus Breckerfeld der Fünfzehnund Siebzig erstmals erwähnt wurde.

00:34:18: Diese Linie hat wohl eine Pastorenlinie hervorgebracht Eine Fabrikantenlinie Und eine Halvarana Apothekere, halbarer Schachsbühler Apotheker Linie und daraus auch noch sich ergebend eine spätere Ärzte Linie die alles gehadis waren.

00:34:42: Die dann über die Jahrhunderte auch getrennt voneinander waren?

00:34:45: Und jetzt kommt der schwierige Turn da darfst du mir bei helfen.

00:34:49: Die Fabrikantenlinie die siebzehnhundertsechzig sechsneinzig, siebzenhundert sechsneunzig glaube ich gestartet wurde.

00:34:59: Und da kaufte sich dann einige Zehnte später ein Steinweg ein.

00:35:05: Ein

00:35:06: Roderos glaube ich?

00:35:08: Ich glaube ja, und der alte Gehardi, ich glaube das zweite Generation oder dritte teilt dann aufgrund der Familienstränge und Zugehörigkeiten die beiden Firmen eine, muss ich wieder überlegen, eine für Schnallenherstellung und ähnliche Sachen, die übrigens da noch ein Zeit der Ablin Müller Designer, der das vorhin erwähnte Kaffeeservice designt hat.

00:35:42: Genau als ganz besonders ist auch hochgehandelt hatte er damals Design für Gehadi Übrigens enger Verknüpfung mit Huck Dazu später noch was in einer anderen Folge.

00:35:51: Das ist wirklich

00:35:52: alles hier im Kreis

00:35:53: So.

00:35:54: und dann kam es aber dass aus dieser alten Linie von der Anderen Seite Gehady Das der Abkömmlinge war die Ida.

00:36:03: Und Idas Nichte, Malwe, heiratete dann einen Steinweg.

00:36:12: Den Steinweg dessen Familienstrang sich in die Gehardefirma eingekauft hatte und somit wurde quasi ein altes gehardige Schlecht wieder zusammengeführt.

00:36:23: Heißt

00:36:23: jetzt nur Steinweg?

00:36:25: Ja richtig!

00:36:26: So, also das ist ein ganz... Ich

00:36:28: hoffe wir haben das einigermaßen richtig.

00:36:30: Ganz verstanden haben wir es noch nicht?

00:36:31: Aber so ungefähr sollte es passen.

00:36:34: Genau!

00:36:34: Also es gibt einen Ursprungs-Gehadi.

00:36:35: daraus ergab sich viele unterschiedliche Gähadiestränge und die wurden dann aber durch Zufälle über den Steinweg zwischen Weg zusammengefüllt und sind jetzt alles Steinwegs quasi.

00:36:43: Woher kamen die Steinwegs?

00:36:45: Die kommen aus Belgien glaube ich.

00:36:46: Die

00:36:47: kommen von Belgien, Tuchmacher.

00:36:49: Und irgendwie hat man das Gefühl manchmal Lünstein lebt in sieben Leuten.

00:36:58: Ja, zum gewissen Zeitpunkt auf jeden Fall.

00:37:01: Ich meine jetzt nicht so die ersten Siedlungen am Hof.

00:37:03: Nein, das fühlt sich so...

00:37:06: Man muss ja aber auch wieder eine andere Folge bestimmen, wo man darauf eingeht.

00:37:12: Je nachdem in welchem Jahrhundert wir sprechen waren ja zwischenzeitlich sehr wenige Menschen, die hier registriert waren.

00:37:17: Tausend, fünfhundert, viertausend Leute und vielleicht

00:37:20: ist es missig?

00:37:23: Nee, nee.

00:37:24: Aber so in der Zeit von fifteen hundert bis siebzehnhundern waren sehr wenig und dann sind die abrupt starke Wachsen immerhin.

00:37:28: so schwingen auch viel über Zuwanderung lokal und weiter entfernt und weiß ich was.

00:37:35: Und aus diesen Wellen gerade dann so ein massiver Wachstum an den ganzen an den Ganzen Firmen auch aus dieser ganzen Reidemeister heraus.

00:37:47: Gerhardi ursprünglich auch mal ein Reidemeister und Bäcker.

00:37:51: Ein Gerhardigebäude gegenüber der Erlöserkirche in Allstadt, dessen genauen Standort wir noch nicht eroiert haben.

00:37:58: vielleicht wird es ja... Es

00:38:01: müsste auch zwei Gerhardiehäuser geben das von dem Fabrikanten

00:38:06: gegenüber

00:38:06: der Elöserkirche und das von den Ärzte-Sohn

00:38:12: wo jetzt

00:38:13: die Sparkasse

00:38:13: ist?

00:38:14: Genau!

00:38:15: in der Flucht, wo Ida zuletzt gelebt hat bei ihrem Bruder und auch die Bilder gemalt hat.

00:38:20: Genau mit Blick auf die Erlöser-Kirche.

00:38:22: Die übrigens wie wir letztes Mal schon erwähnt haben, die ursprüngliche Medardoskirche war und wahrscheinlich mit eines der ersten Lünsteller Stadtgebäude.

00:38:31: Das waren die Medarduskirchen?

00:38:33: Ja

00:38:33: das war die Ursprünglichen Medardauskirch.

00:38:34: Anders erwähnte ich?

00:38:35: War ich dabei?

00:38:36: Ich

00:38:36: dachte schon jetzt habe ich es erwähmt!

00:38:41: Und dann... Wie wurde die katholisch?

00:38:45: Und das erfahrt ihr in der nächsten Woche von Bergmal.

00:38:48: Aber

00:38:49: vielleicht noch mal ganz kurz zu jeder zurück, also nächstes Jahr wird sie hundert,

00:38:52: d.h.,

00:38:53: jetzt ist sie im hundertsten

00:38:54: ... Nein, nächster Jahr ist ein Hundertstertodestag.

00:38:55: Ja, aber nächstes

00:38:56: ... Jetzt ist sie dem hundertstem Todesjahr.

00:38:57: Sagt man das?

00:38:58: Lebensjahr oder

00:38:59: Todesjährung?

00:38:59: Ich weiß nicht, ja.

00:39:00: Können wir vielleicht sagen, hundert Jahre nach in ihrem letzten Lebensjahre...

00:39:07: Okay, vor hundert Jahren ... Nee!

00:39:09: Nächstes Jahr ist sie vor hundern Jahren

00:39:10: gestorben.

00:39:10: Also jetzt vor neun, neunzig Jahren ist sie gestorbt.

00:39:13: Das können wir mit Sicherheit sagen.

00:39:16: Nächstes Jahr ist großes hundertjähriges.

00:39:18: Wenn ich mich nicht ganz täusche, auch Jubiläum des... Ich glaube in einer der wichtigsten Künstlernachwuchspreise in NRW, der nächstes Jahr sein zwanzigstes Jubilänum hat und er wird noch alle zwei Jahre vergeben.

00:39:34: Wie heißt ihr denn?

00:39:36: Der Ida Gerhardy Förderpreis!

00:39:38: Der Iida GerhardY FörderPreis, der auch wirklich eine relativ gute Reputationen hat von den Sachen die dort primiert werden.

00:39:47: Dann macht das echt keinen Sinn, dass sie so Unbekanntes in dieser Stadt.

00:39:50: Gut, dass wir nächstes Jahr mit Sicherheit einige Sachen geplant sind?

00:39:53: Wir werden an der Schule was machen?

00:39:55: Ja definitiv!

00:39:56: Da wird etwas passieren?

00:39:57: Vielleicht haben wir ein paar Leute aus Lüdenscheidt.

00:40:00: Wir machen die Ida Gerhardi-Lebens-Tour...

00:40:04: Facher Tour nach Paris.

00:40:05: ich kenne Strecke.

00:40:07: Ich hab kein E-Bike.

00:40:09: Jetzt ist das Thema wieder.

00:40:11: Ida hatte auch kein E Bike.

00:40:13: Der Radfahrer für einen Hochstraße hatte auch kein E-Bike.

00:40:16: Da

00:40:16: bin ich mir nicht sicher, die ersten Autos waren auch E-Autos!

00:40:21: Okay es wird hoch spekulativ aber nächstes Jahr ist ein wichtiges.

00:40:24: Ida Gerhardi Ja und wir sollten alle irgendwie ein bisschen darauf hinwirken dass diese junge Dame mehr in den Fokus rückt wird.

00:40:31: Ich finde die Junge Ida aus Paris sollte viel viel mehr wahrgenommen werden weil sie mitgebracht hat, was wir hier ja eigentlich auch gerade sie machen.

00:40:41: Auch eine Rückkehrerin war.

00:40:41: Vielleicht

00:40:42: sollte man das in die Schule bringen?

00:40:43: Das wäre doch so der Ort für die junge

00:40:45: Ida.".

00:40:46: Auf jeden Fall!

00:40:46: Sie ist auch identifikationsfähiger.

00:40:48: also wenn du ne Junge-Ida in den Neunziger... Also, achte neunzige Jahren im Paris betrachtest gibt es ja viele Reflektionsmöglichkeiten auf das Leben oder auch auf das eigene Leben, was man vielleicht in seinen frühen Zwanzigern in Ausbildung, Studium, Schul oder so erlebt hat und auch mit welchen Restriktionen wir uns vielleicht umschlagen oder mit welchem gesellschaftlichen Gegebenheiten, die wir vermeintlich nicht brechen können.

00:41:13: Oder wollen oder dürfen.

00:41:15: Du meinst wie ein alter auch Konservative?

00:41:17: Ich glaube es ist der natürliche Lauf der Dinge dass du egal wie progressiv oder crazy du bist immer etwas konservativer wirst weil letztlich heißt das ja nichts politisches.

00:41:26: Das heisst ja nur dass du das was du hast und erreicht hast und so wie du die Welt siehst dass du dir das bewahren willst Und ich glaube je älter du wirst desto mehr willst du dir die dinge bewahren auch Sicherheit in der Orientierung, in einer komplexen Welt gibt.

00:41:39: Das wird sehr philosophisch?

00:41:41: Ich habe eine wahrscheinlich andere Meinung und bin nicht ganz sicher... Das müssen wir nochmal anders besprechen!

00:41:47: Wir haben wieder überzogen.

00:41:50: Natürlich haben wir überzogen, wir haben schon einige Minuten überzogen aber wir werden wieder besser.

00:41:54: Was nehmen wir mit?

00:41:55: Wir nehmen mit.

00:41:56: Ida hat ein superspannendes Leben.

00:42:00: Gahadi ist ein komplexer Familienstamm.

00:42:05: Ich glaube, es geht für alle Lebensscheider.

00:42:08: Ja, das wahrscheinlich schon.

00:42:10: Zumindest dessen Namen man schon öfter mal gehört hat.

00:42:12: Den damaligen Zeit?

00:42:13: Ja, auch die Zeit ist sowieso super spannend!

00:42:15: Ich glaube sowieso.

00:42:16: Also von siebzehntundneunzig bis achtzehnundneinzig sind in dieser Stadt und Leute, die in diese Stadt gekommen sind oder aus dieser Stadt irgendwo hin sind, spannende Sachen passiert.

00:42:26: Aber ja, jeder eine superinteressante Person sollte viel mehr Aufmerksamkeit... wird vielmehr Aufmerksamkeit bekommen.

00:42:34: Mein Traum ist ja, wenn ich den noch sagen darf.

00:42:35: Du

00:42:35: tauchst jetzt im Podcast auf?

00:42:36: Ja natürlich!

00:42:38: Mein Trauem ist ja auch, wenn du den sagen darfst, du musst auch gleich sagen was du dir wünschst.

00:42:41: Ich würde mir erwünschen das nächstes Jahr zu dem hundertsten Todestag in der Schützenhalle Ein bisschen Paris beherrscht.

00:42:50: Also ob es nur der Bulboleur wäre oder so ein bisschen einfach französische Studentenviertel Wo getanzt wird wo Musik läuft.

00:42:59: Es muss vielleicht gar nicht so altbackend sein aber so ein bißchen Den Vibe.

00:43:03: Wir können die Erlöser-Kirche zum Montmartre machen.

00:43:07: Noch ein kleiner Berg?

00:43:08: Wir können auch in der Altstadt ein bisschen die Fassaden verändern und anders beleuchten.

00:43:13: Ein Video-Mapping, das es aussieht wie in Paris!

00:43:16: Die Lichtrouten könnten da vielleicht was zu machen...

00:43:18: Das wäre natürlich muss halt ins Konzept passen.

00:43:22: Paris statt des Lichtes.

00:43:25: Lune statt des lichtes.

00:43:26: Oh Gott, das gibt Diskussionen.

00:43:28: Lyon sagt das auch.

00:43:32: Selbst Berlin behauptet das.

00:43:34: Ja, ja, Berlin.

00:43:35: Sie springen auf jeden Zug auf...

00:43:37: Dann bleiben wir bei Lütencheid.

00:43:38: Passt schon!

00:43:40: Was wünsche ich mir?

00:43:41: Ich wünschte mir die Junge wieder.

00:43:43: Die ist irgendwie vermarktbarer als die alte.

00:43:46: Wenn man das aus Künstlervermarktung sieht, der falsche Ansatz, sie erfolgreich zu

00:43:49: machen.

00:43:51: Das glaub' ich auch.

00:43:52: Das war nie das Ziel wahrscheinlich.

00:43:53: Doch, war jetzt hier.

00:43:54: Auf jeden Fall.

00:43:55: Sie wollte ... Sie hat dieses schöne

00:43:56: Zitat.

00:43:57: Es gibt Westfalen hat Frau Droste hervorgebracht.

00:44:05: Und sie wäre gern die nächste.

00:44:08: Oh, okay!

00:44:10: Das

00:44:12: würden die Jungen in Vordergrund stellen?

00:44:14: Die junge Ida des Süderlands.

00:44:18: Ja ich versuche Lüdenscheid als das Süderland zu prägen ist ein eigener Begriff es viel besser als Märkischer Kreis.

00:44:26: Märkische Kreis ist super aber wir haben ja schon gelernt erzählen Sachen so die da nicht unbedingt zugehören.

00:44:30: Haken natten dann

00:44:34: Zum Beispiel.

00:44:35: Okay, gut!

00:44:35: Wir freist ein Kurschreifen komplett ab und wir ziehen es unnötig in die Länge.

00:44:39: Alle weiteren Informationen in den Show Notes und alle, was zu jeder Wissen über jeder sagen können schreibt uns, teilt ist, verbreitet ist und dann hoffen wir ganz viel jeder Kontext und Content konsumieren zu können.

00:44:53: Noch mal einen Dankeschön an alle, die hier Infos zugeliefert haben?

00:44:57: Yes,

00:44:57: ganz großen Dank.

00:44:58: Sonst

00:44:59: hätten wir das... Sonst hätten wir auch was erzählt, es hätte noch nicht so viel Sinn ergeben.

00:45:04: Sagst du?

00:45:05: Aber ja, stimmt!

00:45:06: Uns hätten viele Fakten gefehlt und viel Verständnis für die Materie.

00:45:10: Ich kann jetzt nicht behaupten dass ich mehr verstanden ist oder ich bin teilweise mehr verwirrter als vorher aber...

00:45:15: Also dann bist du auf einem guten Weg, sagt

00:45:17: ihr immer.

00:45:17: Sehr gut, also danke dir Philipp.

00:45:20: Danke dir Navin.

00:45:27: Tipps und Anekdoten

00:45:28: gerne per Mail an tippsetmerkmal.de

00:45:31: oder per DM!

00:45:32: Bis nächste Woche,

00:45:34: euer Merkmalteam.

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