Kickstart & Community
Shownotes
In dieser Folge von mӕrk:mal ziehen wir ein erstes Fazit: Nach sechs Folgen und über 130 Abonnent:innen in den ersten sechs Wochen sagen wir Danke – und sprechen darüber, was aus mӕrk:mal werden soll: eine Community und perspektivisch eine hyperlokale Plattform für Lüdenscheid und den Märkischen Kreis.
Wir blicken zurück, greifen Feedback auf und sprechen über Engagement, Vereine, Fördervereine – und das Programm „Miteinander stark“.
Darum geht’s in dieser Folge: • Rückblick auf die ersten sechs Episoden & Feedback aus der Community • Warum Subjektivität, Lernen und Korrekturen Teil des Konzepts sind • mӕrk:mal als Plattform-Idee: Sichtbarkeit ohne Hürden • Vereine, Fördervereine & Engagement in Lüdenscheid • Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen • „Miteinander stark“: Gewaltprävention & Schulhofgestaltung • Ausblick: Formate, Mitmachen, Kinoclub
Links & Empfehlungen aus der Folge
Engagement & Initiativen • Zukunft Pflege Südwestfalen: https://zukunft-pflege-swf.de/ • Lichtrouten Kollektiv: https://lichtroutenkollektiv.de/ • Solawi Lüdenscheid: https://solawilue.de/
Nachtrag zur Theaterlandschaft in Lüdenscheid • Bühnenmäuse: http://www.buehnenmaeuse.de/ • Schlesinger Theater: https://schlesinger-theater.de/
Orte & Stadtgeschichte • Thünentreppe (Hintergrund/Artikel): https://www.come-on.de/luedenscheid/luedenscheid-geschichte-damals-thuenentreppe-altstadt-abkuerzung-botschaft-93597622.html
Fördervereine / Ehrenamt • THW Ortsverband Lüdenscheid – Helferverein: https://ov-luedenscheid.thw.de/unser-helferverein • Stadtbücherei Lüdenscheid Förderverein: https://buecherei-weiterdenken.de/
Kontakt & Mitmachen
Programm „Miteinander stark“ (Gewaltprävention / Schulhof / Unterstützung) 📩 fv@ida-gerhardi-schule.de
Kinoclub 📩 kino@maerkmal.de
Tipps & Anekdoten an mӕrk:mal 📩 tipps@merkmal.de
Transkript anzeigen
Du hast vollkommen recht: Das war nicht vollständig – und es wirkte dadurch wie „verkürzt“.
Was passiert ist: Du hast mir einen sehr langen Rohblock gegeben, und ich habe in der Antwort nur den ersten Abschnitt als „Intro + erstes Drittel“ sauber redigiert, statt den kompletten Text durchzuziehen. Das war ein Fehler in der Ausführung (ich hätte direkt alles komplett liefern sollen).
Damit du sofort weiterarbeiten kannst, bekommst du jetzt eine vollständige, inhaltlich schlüssige, redaktionell geglättete Version des kompletten von dir geposteten Textes – ohne Sinnkürzungen, aber mit:
• ✅ Sprechertrennung (Navin/Philipp)
• ✅ Satzzeichen, Absätze, Lesbarkeit
• ✅ offensichtliche Transkriptfehler korrigiert (z. B. „Podger“, „Underwin“, „zurückgezogen“)
• ✅ inhaltliche Stringenz (ohne neue Inhalte zu erfinden)
Hinweis zur „Wörtlichkeit“: Ohne Audio kann ich nur „wörtlich korrekt“ im Sinne von Textkohärenz + offensichtliche Whisper-Fehler herstellen. Wenn du später SRT/VTT lieferst, kann ich es 1:1 gegenprüfen.
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Vollständige Veröffentlichungsfassung (kompletter Block)
Navin:
Herzlich willkommen zu mӕrk:mal, dem Podcast aus Lüdenscheid und dem Märkischen Kreis. Mein Name ist Navin Mani und ich sitze hier mit Philipp Rieckmann. Hallo Philipp!
Philipp:
Hallo Navin, grüßt euch.
Navin:
So – was machen wir heute?
Philipp:
Wir haben ja immer Spezialfolgen. Jede Folge ist hier spezial.
Navin:
Stimmt. Aber heute müssen wir ein bisschen feiern: Wir machen eine kleine Review unserer ersten sechs Folgen – wenn ich richtig mitgezählt habe.
Philipp:
Echt?
Navin:
Wir haben über 100 – ich glaube 130… Wir wollten eigentlich über 100 feiern, jetzt sind’s schon über 130. Das ging schnell über Nacht – da ist was passiert.
Philipp:
Wir haben 130 Abonnenten. Darauf sind wir ziemlich stolz.
Navin:
Ja. Und das in den ersten sechs Wochen – das lässt sich, finde ich, sehen.
Philipp:
Sechs Wochen? Wann haben wir denn angefangen? Wir haben an Weihnachten angefangen, oder?
Navin:
Wir haben uns früher schon damit beschäftigt, aber nicht viel früher – vielleicht zwei Wochen vorher. Aber: 130, herzlichen Glückwunsch.
Philipp:
Vor allem: Danke.
Navin:
Danke, danke, danke… Wer hätte es gedacht?
Philipp:
Wer hätte es gedacht?
Navin:
Wir wollen die Folge heute einmal nutzen, um ein bisschen zurückzublicken, nach vorne zu blicken – und in uns zu blicken. Das beschreibt ganz gut, wer wir sind und was wir machen. Und wir gehen auf ein paar Kritikpunkte ein, die wir in den letzten sechs Folgen gehört haben.
Philipp:
Ein großer Kritikpunkt war immer: „Ihr seid überhaupt nicht vorbereitet.“
Navin:
Das stimmt nicht… ganz. Diesmal haben wir uns sogar vorgenommen, uns nicht vorzubereiten – und es einfach mal laufen zu lassen. Ich hoffe, man hat gemerkt, dass wir bei ein paar Folgen besser vorbereitet waren, bei ein paar offensichtlich auch nicht. Aber gut.
Philipp:
Ich finde aber auch, das ist Teil des Konzepts. Wir sind ja keine Journalisten, wir haben auch nicht die Zeit und Ressourcen oder ein großes Team, das für uns recherchiert.
Navin:
Ich finde es auch cool, dass Leute hören und sich melden und sagen: „Hey, das habt ihr vergessen.“ Ich habe bei der Theaterfolge gelernt: Asche und Schande über mein Haupt. Wir haben nicht nur die CvT und die Bühnenmäuse vergessen, sondern auch die städtische Theaterfabrik – die hiermit erwähnt ist.
Philipp:
Und wir haben gelernt, dass die Treppe Thünentreppe heißt.
Navin:
Thünentreppe, genau. Das werde ich auch nicht mehr vergessen.
Philipp:
Nein, ich auch nicht.
Navin:
Es haben sich so viele gemeldet. Und natürlich ist es mir dann auch wieder eingefallen. Aber genau: Wir gucken von außen drauf, wir gucken subjektiv drauf, wir gucken aus unserem Alltag auf die Stadt und die Umgebung. Wir können nicht alles wissen – wir freuen uns über Korrekturen. Und ich glaube, dass sich andere einbringen, ist eigentlich mit ein Ziel und Teil der Idee, die wir hatten, oder?
Philipp:
Genau. Der Podcast heißt ja mӕrk:mal und nicht „Philipp und Navin quatschen“. Gerade quatschen nur Philipp und Navin – aber das soll nicht so bleiben, ist auch nicht so geplant. Das klingt jetzt falsch. Es ist schon so geplant, dass wir viel quatschen – aber dass auch andere quatschen.
Navin:
Genau. Wir wollen da nicht zu zweit bleiben. Wir haben ein paar Ideen… Ich weiß gar nicht, wie wir das formulieren. Das ist genau das, was Leute immer sagen, was wir nicht machen sollen: laut nachdenken.
Philipp:
Ich würde sagen: Wir haben Ideen – aber wir sind vor allem gespannt und neugierig auf eure Ideen. Schreibt uns, meldet euch, bringt euch ein: egal ob Themenideen, ob Beiträge, ob ihr hier mit einem von uns zusammen das Gespräch führen wollt, oder ob vielleicht eine ganz andere Gruppe mal etwas beisteuern will. Ich glaube, da ist viel möglich.
Navin:
Ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster, dass wir vielleicht mittelfristig auch eine Website haben, wo sich die Informationen, die wir hier in den Show Notes versuchen zusammenzuzimmern, und vielleicht noch mehr zentral auffinden lassen.
Wir haben ja viel darüber gesprochen: Was ist mӕrk:mal überhaupt und was soll das am Ende werden? Ich glaube, worauf wir uns so ein bisschen eingeschossen haben, ist das Wort Plattform. Was man natürlich mit einer Plattform macht, ist dann immer so ein Ding – da kann viel sein. Aber vielleicht ist es ein Vehikel, um A) Sachen bekannt zu machen und B) wenn man das weiterdenkt: wirklich auch was zu bewegen.
Wie kamen wir auf die Idee? Hier passiert so viel Cooles – so viel „cooles Lüdenscheid“ – das muss irgendwie mal transparent werden. Und wir haben das Feedback bekommen, dass da ein paar Sachen dabei waren, die cool ankamen, die die Leute nicht wussten. Wir können das natürlich nicht über 200 Folgen nur wir beide quatschen, weil… das will auch keiner. So viel haben wir selbst auch nicht erfahren.
Philipp:
Es gibt so viel – aber so viel… Wir haben in der Vorbereitung teilweise festgestellt: Es gibt Sachen, die kennen wir gar nicht in Lüdenscheid.
Navin:
Nee, genau. Und auch in der Umgebung. Das war ja schon im Intro in der ersten Folge: Wir sind Rückkehrer. Insofern sind wir nicht mit allen Sachen, die es hier gibt und die etabliert sind, vertraut. Manche Sachen sind ja auch über die Jahre oder Jahrzehnte verschüttgegangen, wo wir uns vielleicht noch an früher erinnern. Aber die Leute hier sagen: „Das gibt’s schon lange.“ Und wir sagen: „Genau.“
Oder wir erinnern uns an Sachen, wo wir zweifeln, ob sie wirklich so waren – ob man wirklich in der Stadtbücherei übernachtet hat… Inzwischen haben wir andere Augenzeugen gefunden: Das gab es tatsächlich. Aber ich glaube, das ist der ganze Punkt: Wir gucken subjektiv drauf und sind unvollständig dabei. Das ist okay, das ist Teil des Konzepts.
Wir wollen dieses Puzzle erweitern und wir wollen eine Plattform werden, die es ermöglicht, Informationen zentral irgendwo zu sortieren, zu erklären und aufmerksam zu machen: Was kann man in der Freizeit machen? Wo kann man hingehen? Was sind Veranstaltungen? Was gibt es für tolle Orte?
Und ich glaube, es ist ganz wichtig, dass wir andere mit ins Boot holen, die Lust haben, Teil davon zu sein oder mitzumachen.
Und ein weiterer Teil des Konzepts ist diese Idee, in Nischen einzutauchen und genauer zu schauen: Wie funktioniert das eigentlich? Wie ist das entstanden? Wie kam es dazu, dass das so groß ist?
Ich habe vorhin schon gesagt, ich bin immer noch von der Basketballfolge beeinflusst. Ich finde es einfach cool, dass es das so lange gibt – dass seit quasi 30 Jahren Basketball in Lüdenscheid aktiv und stark ist, mit allen Ups and Downs – und dass das begleitet wird von Leuten, die von Anfang an dabei waren. Über solche Sachen muss erzählt werden. Da ist so ein Format vielleicht genau richtig.
Philipp:
Ich musste kurz überlegen, ob du gerade meinst, wie groß mӕrk:mal geworden ist oder das Basketball. Aber ich hab’s.
Aber vielleicht noch einen halben Schritt zurück: Dieses Vorstellen der Vereine. Es gibt hier unglaublich viele. Wir hatten uns vorgenommen – und haben es immer noch vor – Vereine vorzustellen. Es war eine lange Diskussion: Wie machen wir das? Holen wir immer fünf Leute rein, die berichten? Wir wollen das Format kurz halten, damit man es hören kann. Wir wissen, dass wir viel quatschen – und dass wir Potenzial haben, viel zu viel zu quatschen. Deswegen weiß ich nicht, ob das der richtige Weg ist, immer Leute zu holen, dann quatschen wir noch mehr.
Aber natürlich: Wir hängen nicht am Mikrofon fest. Wir wollen mit Leuten in Austausch kommen. Dann machst du mal eine Folge mit jemandem zum Schachclub – warum nicht?
Und wo ich eigentlich hinwollte – jetzt habe ich den Faden verloren – wir wollen auch eine Übersicht geben, was am Wochenende passiert. Es gibt genug Übersichten: „come-on“ macht was, ich glaube „LokalDirekt“ macht auch was, Lüdenscheider Stadtmarketing/LSM macht was. Aber wir haben auch immer Sachen im Kopf, die wir erzählen wollen, weil so diskutiert man ja auch als Person: Was machst du am Wochenende? Am Wochenende steht an: das, das, das und das.
Die Idee war: sehr subjektiv unsere Sicht mitzugeben. Aber das schaffen wir nicht zu zweit. Wir haben noch irgendwie was anderes zu tun.
Navin:
Und wir haben ja auch Kinder – du bist ja nicht nur Podcaster.
Philipp:
Genau. Das heißt: Wir suchen Leute, die mitmachen. Die sagen: „Hey, ich bin stark in den Themen Kinder/Eltern, Kultur, Senioren, Sport, Kunst…“ Es gibt so viel.
Navin:
Und dieser Aufruf geht auch in die Richtung: Wir können die Formate erweitern. Wo du gerade hinzielst, ist ja die Idee, dass wir vielleicht ein ergänzendes Format haben, wo es einen kurzen Ausblick gibt: Was geht am Wochenende? Und da geht es nicht um die großen Sachen oder die, wo du Tickets kaufen musst. Sondern es geht um: „Hey, in dem Stadtteil ist heute ein kleines Kinderfest“ oder „im Museum gibt es eine Führung“.
Und das ist ja eigentlich unser Hauptthema: Es gibt ganz viele Sachen – und es gibt ganz viele Leute, die Interesse daran haben. Bloß: beides kommt irgendwie nicht zusammen.
Philipp:
Genau. Es wird zu wenig kommuniziert. Es gibt zu wenig Content. Und wir wollen mit mӕrk:mal eine Plattform haben, wo dieser Content zentral verteilt wird – und zwar ohne Hürden.
Navin:
Ohne was?
Philipp:
Ohne Hürden. Möglichst barrierefrei und möglichst einfach zugänglich: kurz, knapp, zielorientiert – aber nachvollziehbar. Kommunikation ist wichtig. Und wir hoffen, dass wir damit auch beitragen, dass andere kommunizieren oder Content über die Region herstellen.
Und es geht gar nicht nur darum, bei uns mitzumachen: Es gibt ja schon einige Podcasts aus Lüdenscheid und der Region mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Ich glaube, das ist ein Ziel von uns.
Und wir freuen uns, dass wir bis hierhin – in den ersten sechs Wochen – den Weg so erfolgreich gehen konnten. Ich find’s total stark, total cool. Und ich find das Feedback bisher auch schön.
Navin:
Und vielleicht wird ja auch aus dem Kinoclub noch was. Es gibt schon die ersten Leute, die mitmachen wollen. Wir sind noch nicht bei sieben, aber bei fünf Interessierten.
Philipp:
Mega – wenn da noch ein paar Bock drauf haben: einfach ein Zeichen geben. Schreibt uns. Ich finde es cool, Sachen zu gucken, die man sonst nicht guckt – oder die man sonst zu Hause guckt.
Navin:
Wir haben zwar ein schönes Sofa, aber nichts kommt an die Sitzqualität im Filmpalast ran.
Philipp:
Und es ist auch dem Zeitgeist geschuldet: Einfach rausgehen, Popcorn wie früher, gemeinsam Filme gucken – statt zu Hause die siebzehnte Netflix-Doku, auf die du eigentlich keinen Bock hast. Kann auch mal schön sein.
Navin:
Musst du ja nicht gucken.
Philipp:
Mach ich auch nicht so viel – ich hab gar nicht so viel Zeit dafür. Aber wenn man die Zeit hat, finde ich es schön mit mehreren Leuten. Vielleicht davor oder danach noch was trinken.
Navin:
Ein Sektchen zum Anstoßen oder drei Bierchen.
Philipp:
Sowohl als auch – ich bin bei beidem dabei.
Navin:
Eine Plattform hat immer auch eine Community. Und wenn die ihre Ausspielung findet – egal in welchen Formaten – finde ich das cool.
Ich sage jetzt was, was ich nie im Leben sagen wollte: Aufruf da draußen – folgt uns auf Instagram, teilt es auf Instagram, abonniert unseren Podcast. Je mehr Leute liken, teilen, folgen und abonnieren, desto mehr Chancen gibt es, dass andere es sehen. Und damit können wir dieses Ziel – Kommunikation und Sichtbarkeit – besser erreichen.
Philipp:
Subscribe and like.
Navin:
Jetzt bist du Influencer.
Philipp:
Das sage ich nicht meiner Tochter. Die glaubt das schon.
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„Wer seid ihr eigentlich?“
Navin:
Ein Punkt, den wir immer wieder hören: Wer seid ihr eigentlich? Ich glaube, man hat ein bisschen gehört, wer wir sind, was wir machen. Wir sind Rückkehrer – nicht Zugezogene, sondern Zurückgekommene. Wir haben beide jeweils ein Kind, ungefähr gleich alt.
Philipp:
Nicht ganz. Im Moment sind sie ein Jahr auseinander.
Navin:
Ein Jahr, genau. Einfach Mathe.
Philipp:
Gott…
Navin:
Einige kennen uns, einige wissen, wer hinter den Stimmen steckt. Aber vielleicht kurz ein paar Sätze zu uns – ohne auszuufern. Wenn man mich kennt, dann wahrscheinlich von der Mani Pflege. Das ist nicht nur ich, das ist meine ganze Familie und das ganze Team. Wir sind die mit den kleinen blauen Autos – das ist das, was man kennt.
Warum erzähle ich das? Weil viele fragen: „Wann macht ihr mal was zu Themen, wo ihr euch richtig auskennt?“ Bei mir sind das Pflege, Altwerden, Älterwerden, gesund bleiben. Wir werden dazu was machen, weil die Hauptfrage, die ich immer bekomme, ist: „Hey, meine Eltern werden älter – worauf muss ich achten?“
Wir haben gesagt: Das machen wir als Folge – vermutlich werden es mehrere Folgen. Und es wird dazu auch etwas Offline geben – irgendwann Ende des Jahres. Da geht es um finanzielle und rechtliche Themen, aber auch um architektonische Aspekte im Alter – und natürlich um Gesundheit und Pflege.
Philipp:
Ganz wichtig: Wenn wir sagen, wir machen diesen Podcast aus unserer subjektiven Sicht, dann betrifft uns das ja auch, weil wir nicht nur Väter sind, sondern auch Kinder. Unsere Elterngeneration kommt in ein Alter, wo man darüber nachdenken muss – oder wo es manche schon konkret trifft. Deswegen ist das für viele Zuhörer wahrscheinlich interessant.
Navin:
Eine Sache: Du solltest vorher schon darüber reden – aber dazu machen wir eine separate Folge.
Ich habe gerade schon gesagt, was deine Tochter sagt, was du machst…
Philipp:
Ja – ich bin Podcaster seit vier Wochen. (Oder sechs – natürlich sechs.)
Ich bin wie du seit ungefähr dreieinhalb Jahren wieder hier. Ich bin am 22. April zurückgekommen.
Navin:
Ich im November – also 3,5 Jahre passt.
Philipp:
Ich bin Gründer, komme aus dem KI-Thema und – im weitesten Sinne – Gesundheit, im Speziellen Ernährung. Es dauert noch ein paar Wochen, dann sind wir hoffentlich im App Store. Das hat mich die letzten zwei Jahre ziemlich umgetrieben.
Das KI-Thema begleitet mich täglich. Dafür reicht wahrscheinlich nicht eine Folge – aber wir werden auf jeden Fall darüber sprechen: über Longevity, Gesundheit und Ernährung. Das betrifft Kinder, Ältere und uns selbst – gesellschaftlich wie im Alltag. Und auch KI: Man hört in den Medien viel, von bis – aber was im Alltag an Möglichkeiten und Anwendungen drinsteckt, ist enorm.
Navin:
Wir sind beide im Förderverein der Ida-Gerhardi-Schule unterwegs.
Ich wollte eigentlich den Spannungsbogen, den du aufgebaut hast, noch ein bisschen weiter spannen – ich weiß ja schon, was du machst. Ich freue mich drauf, wenn du das vorstellst. Und vor allem freue ich mich aufs Produkt – wenn ihr endlich live seid.
Philipp:
Prinzipiell: Es gibt eine App, mit der man personalisiert essen kann. Man bekommt, basierend auf Ernährungszielen, Präferenzen und Allergien, Gerichte vorgeschlagen – Einkaufslisten und Wochenkochpläne – und kann damit nicht nur die Ernährung, sondern auch den Geldbeutel besser steuern. Das ist ein Mehrwert für viele. Wir sind gespannt, wie es einschlägt.
Und: Förderverein und Grundschule – da sind wir beide aktiv. Ich bin außerdem beim Lichtrouten-Kollektiv unterwegs und großer Fan der Lichtrouten. Darüber kennen mich vielleicht auch ein paar.
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Vereinsleben, Verantwortung & „wie viele Vereine gibt’s eigentlich?“
Navin:
Wir haben ja gerade schon festgestellt: Ich weiß nicht, ob das normal ist…
Philipp:
Nein, ist es nicht.
Navin:
In wie vielen Vereinen wir aktiv sind. Ich bin nebenbei auch noch im Verein Zukunft Pflege Südwestfalen. Ich bin Nachfolger meiner Schwester – sie war die ersten sechs Jahre Vorsitzende, jetzt bin ich es.
Ich finde, es hat was, sich im Verein zu engagieren:
A) Man gibt viel zurück.
B) Man merkt, dass man etwas bewegen kann.
Philipp:
Und das ist das Coole: Das Spektrum ist weit. Und Engagement heißt Verantwortung übernehmen und sagen: „Was können wir machen?“ Vereine sind eine juristische Form, in der man organisiert Dinge erledigen, Gelder sammeln und Projekte umsetzen kann.
Die Vereinsdichte in Lüdenscheid ist total stark. Und man merkt bei wichtigen Vereinen, die über Jahrzehnte viel gemacht haben: Es gibt einen Generationenwechsel – da müssen wir Verantwortung übernehmen.
Ich freue mich total, bei den Lichtrouten dabei zu sein. Ich freue mich total, auch bei der Solawi dabei zu sein in Lüdenscheid – Ernährung und Lebensmittel, auch da.
Navin:
Und jetzt mal die Frage: Wie viele Vereine gibt es eigentlich in Lüdenscheid?
Philipp:
Schwer zu sagen. Wir haben versucht, das rauszukriegen – es sind unglaublich viele. Ich würde sagen: über 250 mindestens. Vielleicht 500. Vielleicht sind es auch allein 100 Fördervereine, weil fast jede Institution einen hat.
Das ist schwer zu recherchieren – Onlineportale begrenzen automatisches Auslesen. Aber es gibt Kulturvereine, Sportvereine, Fördervereine, Kunstvereine… Das THW hat einen Helferverein, die Stadtbücherei hat einen Förderverein…
Navin:
Feuerwehr auch?
Philipp:
Ich meine, ich habe das in der Excel gesehen. Vielleicht die freiwillige Feuerwehr – keine Ahnung. Wenn ihr einen Förderverein habt: Meldet euch bei uns. Wir wollen mit euch sprechen.
Navin:
Und dann gibt es Orte wie das LIPS – mega Freizeitangebot, gutes Essen, aber wieder so ein Fall: richtig gute Sachen, aber der Name ist ein Akronym… Integrations- und Begegnungszentrum. Auf jeden Fall ein cooler Ort.
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Schule, Kooperationen & Austausch der Fördervereine
Philipp:
Wir wollten eigentlich drauflosquatschen – aber ein paar Punkte haben wir schon, die wir mitgeben wollen. Wir hatten in der Basketballfolge schon angeteasert, dass es Kooperationen geben wird mit Grundschulen – in dem Fall mit der Ida-Gerhardi-Schule.
Fördervereine/Schulen können Kooperationsverträge mit Vereinen schließen. Das erleichtert viel und bringt Inhalte in die Schulen. Und das ist auch stadtteilbezogen möglich, weil viele Sportvereine stadtteilbezogen sind.
Natürlich ist es immer eine Frage von Zeit und Ressourcen. Aber gerade im Sportbereich gibt es Fördermöglichkeiten, um Leute, die Inhalte in die Schule bringen, auch zu entschädigen.
Ich habe außerdem noch ein Anliegen: Ich würde gerne die Fördervereine der Grundschulen in Lüdenscheid an einen Tisch bringen. Wir haben alle ähnliche Fragen und Probleme – Austausch, Kooperation, Ressourcen teilen wäre sinnvoll.
Also: Wenn ihr im Förderverein einer Grundschule in Lüdenscheid seid – oder in der Umgebung – meldet euch gern per Mail oder DM.
Navin:
Ich war überrascht, dass es diese Kooperationsmöglichkeiten gibt und was sie ermöglichen: dass Vereine viel einfacher Teil der Schule sein können.
Philipp:
Ich bin darauf gestoßen, weil die Frage war: Wie können wir Inhalte professionell anbieten – aber sicher? Du kannst nicht einfach sagen: „Da ist jemand im Park, der macht jetzt zwei Stunden mit euren Kindern.“ Das geht nicht.
Es gibt aber einen Erlass (2010), der genau das adressiert: Förderverein/OGS/Schule/Schulträger dürfen Kooperationsverträge schließen mit nicht wirtschaftlich orientierten Vereinen. Du darfst nur nicht mit privatwirtschaftlichen Unternehmen wie McDonald’s kooperieren, sodass die Werbung machen.
Navin:
Die Ronald McDonald-Stiftung?
Philipp:
Theoretisch könnte das gehen – aber ihr wisst, was ich meine.
Das Potenzial muss man heben. Vereine klagen: „Kinder sind bis 16 Uhr in der OGS, keiner kommt mehr in den Vereinssport, kein Nachwuchs.“ Und die Schule sagt: „Wie viele Leute müssen wir finden, um vielfältige Inhalte anzubieten?“ Sport, Kunst und Kultur sind starke Integrationsbereiche – Teilhabe funktioniert auch, wenn Sprache noch nicht so sitzt.
Und: Wenn du Kinder im Alter 6–9 für etwas begeisterst, bleibt das. Ich habe Basketball so entdeckt – ich liebe es bis heute.
Navin:
Und man sieht es ja an der Ida: Die haben Kooperationen, die haben Partnerschaften, zum Beispiel für ein Kunstwerk – das hatten wir in der Museumsfolge erwähnt. Und im Rahmen der Kooperation mit dem städtischen Museum gehen die Kinder dienstags in unterschiedlichen Gruppen in die Kreativwerkstätten. Das finden viele richtig cool.
Und ich hoffe, dass es mehr Schulen gibt, die darauf Bock haben. Ich habe noch von keiner anderen Schule gehört, dass sie das so macht.
Philipp:
Kommunikation ist hier ein Problem. Nicht als Vorwurf – aber man nimmt oft das eigene Wissen als Allgemeinwissen. Und dann wird nicht kommuniziert.
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„Miteinander stark“ & Unterstützer gesucht
Navin:
Wir kommen so ein bisschen Richtung Ende. Grundschulen, Fördervereine: meldet euch. Wir haben Ideen und Dinge, die wir teilen wollen.
Vielleicht sollten wir noch kurz auf „Miteinander stark“ eingehen.
Philipp:
Genau. Wir haben vom Förderverein der Ida-Gerhardi-Schule ein Projekt mit der Schule vor, das Gewaltprävention beinhaltet – als umfangreiches, mehrstufiges Programm. „Miteinander stark“ soll es heißen.
Es soll Resilienz stärken, den Umgang miteinander, gewaltfreie Kommunikation. Dazu gehören Fortbildungen, aber auch Umgestaltung von Innen- und Außenbereichen. Der Schulhof braucht mehr Möglichkeiten.
Und für dieses Projekt suchen wir Unterstützer, Mithelfer, Ideen – und wie man so schön sagt: Geld. Wenn ihr da draußen Geld habt oder jemanden kennt, der Geld hat: sagt Bescheid.
Wir müssen den Schulhof neu gestalten. Und vielleicht ist das auch ein Projekt, das für andere Grundschulen interessant ist – da könnten wir Erfahrungen austauschen oder das Programm erweitern.
Navin:
Wir suchen auch Leute, die beim Schulhofgestalten helfen können.
Philipp:
Wahrscheinlich der größte Teil mittelfristig. Die Schule ist top – der Schulhof lässt ein bisschen zu wünschen übrig. Deswegen machen wir das ja.
Wenn ihr jemanden kennt oder selber einen Plan habt – von technischer Zeichnung über Architekt, Landschaftsgestaltung, Schreiner… oder wenn ihr sagt: „Ich brauche Schaukeln“, was auch immer – meldet euch. Jede Idee hilft.
Wenn ihr Interesse an dem Projekt habt – für euren Förderverein, für eure Grundschule – meldet euch auch.
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Abschluss, Community-Aufruf & Dank
Navin:
Lass uns kurz zusammenfassen: Was ist mӕrk:mal, was soll es werden – und was brauchen wir von euch?
Wir brauchen euch als Community, um diese Plattform aufzubauen. Wir brauchen Input und Beteiligung. Wenn ihr Bock habt, mitzumachen: meldet euch.
Ansonsten – Social-Media-Influencer-Style: liked uns, abonniert uns und folgt uns auf Insta.
Und was aufmerksame Zuhörer gemerkt haben: Wir haben plötzlich ein Intro und ein Outro.
Philipp:
Oh ja – Shout-out! Mara, vielen Dank. Dieses Outro ist mega.
Navin:
Absolut. Wir haben auch mehr vor: vielleicht noch ein Intro, vielleicht eine Zusammenfassung – vielleicht muss Mara auch mal eine Folge machen.
Philipp:
Ein paar haben sich schon gemeldet und wollen mitmachen. Wir sind für alles offen. Und wir werden wahrscheinlich jede Person, die Interesse anmeldet, irgendwie einbinden können.
Navin:
Definitiv. Ich finde es cool, wie wir gestartet sind. Wir bedanken uns für die Abos: 130 Abonnenten. Und über 250 Downloads – ich glaube 257 inzwischen. Das ist total cool.
Philipp:
Es ist wirklich schön zu sehen. Und wir freuen uns auf den Aufbau dieser Community.
Navin:
Da kann ich nichts hinzufügen. Danke euch, danke dir.
Philipp:
Danke dir auch. Dann hören wir uns.
Navin:
Bis dann.
Philipp:
Bis dann. Ciao.
Outro (gesprochen):
Danke fürs Zuhören. Folgt dem Podcast und uns auf Instagram, damit ihr nichts Bemerkenswertes mehr verpasst. Tipps und Anekdoten gerne per Mail an tips@merkmal.de oder per DM. Bis nächste Woche – euer mӕrk:mal-Team.
(sanfte Musik)
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Wenn du’s ganz „wörtlich“ brauchst
Wenn du mir das SRT/VTT aus MacWhisper gibst, kann ich:
• jede einzelne Stelle (z. B. „CvT“, „UGS/OGS“, Namen, Orte) gegenhören
• und dann wirklich „wörtlich 1:1“ finalisieren.
Wenn du willst, sag mir nur kurz: soll ich die Füllwörter (äh, hm, genau, ja) drinlassen oder weiter so moderat glätten wie oben?
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